Schweißbaugruppen
Welche Schweißverfahren können wir Ihnen anbieten?
In unserm Portfolie haben wir MAG (Metallaktivgasschweißen) MIG (Metallinertgasschweißen) WIG (Wolframinertgasschweißen) und einen MAG/MIG Fanuc-Roboter mit Fronius Stromquelle, damit wir ihrer hohen Qualitätsansprüche zu jederzeit realisieren können.
Welche Materialien verarbeiten wir in der Schweißtechnik?
- unlegierte Baustähle 1.1/1.2
- wetterfeste Baustähle 1.4
- Feinkornbaustähle (N) 1.3
Die Bezeichnung +N steht für "normalgeglüht" oder eine "normalisierende Wärmebehandlung". Dabei wird das Material auf eine bestimmte Temperatur erhitzt und anschließend kontrolliert abgekühlt, was ein homogenes und feinkörniges Gefüge erzeugt. Diese Behandlung verbessert die mechanischen Eigenschaften, wie Festigkeit und Zähigkeit, was sie für anspruchsvolle Anwendungen geeignet macht. Das "+N" ist häufig in Normen wie EN 10025 für Feinkornbaustähle spezifiziert und dient der Verbesserung von Qualität und Leistung des Materials unter Belastung.
- Feinkornbaustähle (M) 2.2
Feinkornbaustähle +M bezieht sich auf Feinkornbaustähle, die eine thermomechanische Walzbehandlung erhalten haben, wobei das "+M" für "thermomechanically rolled" steht. Diese Behandlungsmethode verleiht dem Stahl spezifische Eigenschaften durch präzise Steuerung der Walztemperaturen und -drücke. Im Vergleich zu anderen Behandlungsarten, wie beispielsweise normalgeglühten Stählen (+N), weist +M-Stahl ein optimiertes Verhältnis von Festigkeit zu Zähigkeit auf und bietet eine gute Schweißbarkeit.
- Feinkornbaustähle (Q) 3.1
Feinkornbaustähle +Q stehen für Feinkornbaustähle, die durch Abschrecken und Anlassen behandelt wurden. Das +Q verweist auf die sogenannte "Quenching" (Abschrecken)- und "Tempering" (Anlassen)-Behandlung. In diesem Verfahren wird der Stahl zunächst erhitzt und dann sehr schnell abgekühlt (abgeschreckt), um ein hartes und sprödes Gefüge zu erzeugen. Anschließend erfolgt das Anlassen, bei dem der Stahl erneut auf eine mittlere Temperatur erwärmt wird, um die spröde Struktur zu entspannen und eine höhere Zähigkeit zu erreichen.
- nichtrostende Stähle CrNi 8.1/8.2
- Aluminium 23/24
Die Benummerung beschreiben die Werkstoffgruppen nach CEN ISO/TR 15608
Die Werkstoffgruppen nach CEN ISO/TR 15608 sind ein international anerkannter Standard, der Werkstoffe in Kategorien einteilt, um die Schweißbarkeit und andere Eigenschaften im Schweißverfahren zu erleichtern. Die Norm bietet eine strukturierte Klassifizierung von metallischen Werkstoffen, die beispielsweise für Schweißverfahren, Prüfungen oder die Entwicklung von Verfahrensprüfungen genutzt wird.
Diese Einteilung erfolgt in Hauptgruppen und Untergruppen, basierend auf dem chemischen Aufbau, den mechanischen Eigenschaften und den Schweißcharakteristika der Werkstoffe. Die Hauptgruppen umfassen unterschiedliche Arten von Werkstoffen, wie unlegierte Stähle, legierte Stähle, rostfreie Stähle, Aluminiumwerkstoffe, Nickelbasislegierungen und viele weitere. Innerhalb jeder Hauptgruppe gibt es spezifische Untergruppen, die eine noch detailliertere Zuordnung der Werkstoffe nach bestimmten Zusammensetzungen oder speziellen Eigenschaften ermöglichen.
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Die Schweißtechnik spielt eine zentrale Rolle in der Herstellung von Schienenfahrzeugen. Um die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit dieser Fahrzeuge sicherzustellen, müssen Schweißarbeiten hohen Qualitätsstandards entsprechen. Die Norm DIN EN 15085 legt hierfür spezifische Anforderungen fest.
Was ist DIN EN 15085 und warum ist sie wichtig?
DIN EN 15085 ist eine internationale Norm, die die Anforderungen an das Schweißen von Schienenfahrzeugen und deren Bauteilen regelt. Sie zielt darauf ab, die Qualität der Schweißnähte sicherzustellen und höchste Sicherheitsstandards für den Betrieb von Zügen zu gewährleisten. Die Einhaltung dieser Norm garantiert, dass die Bauteile den Belastungen im Betrieb standhalten und somit die Sicherheit der Fahrgäste und des Bahnbetriebs gewährleistet ist.
Unsere Vorgehensweise in der Schweißtechnik
Damit Schweißarbeiten den Anforderungen der DIN EN 15085 entsprechen, führen wir eine Reihe von sorgfältig abgestimmten Prozessen durch:
- Planung und Vorbereitung: Wir analysieren die Anforderungen und entwickeln detaillierte Schweißanweisungen, die die verwendeten Materialien, Schweißverfahren und Sicherheitsmaßnahmen beschreiben.
- Qualifiziertes Personal: Alle Schweißer und das Schweißaufsichtspersonal verfügen über anerkannte Qualifikationen und werden regelmäßig geschult, um die aktuellen Normen und Technologien zu kennen.
- Qualitätskontrollen: Vor, während und nach dem Schweißen führen wir umfangreiche Prüfungen durch, um sicherzustellen, dass alle Schweißnähte den strengen Normanforderungen entsprechen. Hierzu gehören visuelle Inspektionen sowie zerstörungsfreie Prüfverfahren wie Ultraschall- oder Röntgenprüfung.
- Dokumentation: Jeder Arbeitsschritt wird sorgfältig dokumentiert, um die Rückverfolgbarkeit sicherzustellen und die Einhaltung der Norm zu belegen.
Ihr Mehrwert
Durch die Einhaltung der DIN EN 15085 können wir Ihnen garantieren, dass unsere Schweißarbeiten höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards entsprechen. Dies bedeutet eine längere Lebensdauer und zuverlässigen Betrieb Ihrer Schienenfahrzeuge. Unsere Prozesse sind darauf ausgerichtet, nicht nur die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen, sondern Ihre Erwartungen an Sicherheit, Qualität und Zuverlässigkeit zu übertreffen.
Mit unserer Expertise in der Schweißtechnik leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit im Schienenverkehr – für die Menschen, die täglich darauf angewiesen sind.
- Wir haben qualifizierte Mitarbeiter in der Schweißerei
- - Verantwortliche Schweißaufsichtsperson Stufe A
- - Schweißfachingenieur IWE / Schweißtechniker IWT / Schweißfachmann IWS
- - Schweißer im ständigen Prüfzyklus
- Unsere Wiederholungsauditierungen:
- - Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001:2015
- - Durch die Deutsche Bahn AG anerkannter Q-Lieferant (Q1)
- - Schweißeignungsnachweis für Schienenfahrzeuge DIN EN 15085 ff Klassifizierungsstufe CL1